Von Marko Mähner – Veröffentlicht: 17. März 2021

2021 erwartet das Silver Institute eine wachsende Silber-Gesamtnachfrage und identifiziert dabei physische Investments als bedeutenden Nachfrage- und Preistreiber. Was das für die Kursentwicklung und Silber-Anleger bedeutet, beleuchte ich in diesem Beitrag. So viel vorweg: Mittel- und langfristig sind die Aussichten für Silber-Anleger nach wie vor glänzend.

Silbermarkt 2021: die Prognose

Am 10.02.21 veröffentlichte das Finanzportal financial.de unter Verweis auf das Silver Institute zusammengefasst folgende Einschätzung. Für das laufende Jahr erwartet das Silver Institute eine Steigerung

  • der Gesamtnachfrage aus Investment und Industrie um 11%,
  • der physischen Investmentnachfrage auf ein 6-Jahreshoch (Silber ETFs werden nicht als physische Nachfrage gewertet),
  • der Minenproduktion auf ein 5-Jahreshoch und
  • Zunahme des Altsilber-Angebots (Recycling).

Trotz der insgesamt gestiegenen Gesamtnachfrage wird 2021 ein Angebotsüberhang erwartet.

Auffällig bei der Betrachtung der Zahlen ist vor allem: Ein Großteil der Nachfragesteigerung entfällt auf das physische Investment. Als Investor darf man bei einem Industriemetall wie Silber durchaus ins Stocken geraten. Zeichnet sich am Silbermarkt etwa eine Blasenbildung ab? Wenn die Nachfrage aus dem Investment zunehmend zum Preistreiber wird, stellt sich diese Frage zurecht. Ist es nun also an der Zeit, die Silber-Anlage zurückzufahren oder gar ganz aus dem Silber-Investment auszusteigen? Die kurze Antwort: Nein.

Silber ist das Industriemetall der Zukunft

Und nun die längere: Bei der aktuellen Entwickelung handelt es sich lediglich um eine zeitlich sehr eng begrenzte Momentaufnahme. Wer über den kurzfristigen zeitlichen Horizont hinausschaut – und das sollten Edelmetall-Anleger immer tun – kommt schnell zu dem Schluss, dass Silber in der Industrie künftig heiß begehrt sein wird. Von kaum einem anderen Metall sind Zukunftstechnologien derart abhängig wie von Silber. Um nur einige Bereiche zu nennen, die auf absehbare Zeit nicht ohne Silber auskommen:

  • Solar- und Windenergie
  • Elektromobilität
  • Digitalisierung & Internet of Things
  • 3D-Druck

Alle genannten Technologien werden bereits jetzt massiv ausgebaut. In absehbarer Zukunft wird es daher zwangsweise zu einem Silber-Mehrbedarf kommen, der in der obigen Momentaufnahme keine Berücksichtigung findet. Mehr zum Thema lesen Sie in meinen Blogbeiträgen „Quo vadis, Silberpreis? Eine Analyse“ und „Technologiesprünge: So profitieren Anleger“.

In Silber investieren: So geht es richtig

Kurzfristige Kursschwankungen sind am Edelmetallmarkt nicht ungewöhnlich. Entsprechende Investments sollten daher immer langfristig orientiert sein. Wer sich jetzt für ein Silber-Investment entscheidet, setzt auf den entstehenden Mehrbedarf, der erst in einigen Monaten oder gar Jahren zum Tragen kommen dürfte. Um die Risiken von (möglicherweise erheblichen) Kursschwankungen zu senken, haben Sie drei Möglichkeiten, von denen Sie Gebrauch machen können und sollten:

  1. Diversifizieren Sie.
  2. Setzen Sie auf Sparpläne.
  3. Timen Sie das Investment clever.

1.) Diversifikation

Auch bei der Anlage in Edelmetalle und anderen wahren Werten gilt: Setzen Sie nicht alles auf das gleiche Pferd. Wer den Adrenalin-Kick von Glücksspielen sucht, trägt sein Geld lieber ins nächste Kasino. Auch wenn Silber Anlegern hinsichtlich der Preisentwicklung große Chancen bietet, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, um im Depot ein optimales Sicherheit-Chancen-Profil aufzubauen. Wo die Charakteristika, Chancen und Herausforderung der einzelnen Wahren Werte liegen, beleuchten wir in unserem kostenfreien Praxisratgeber „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“. Hier erfahren Sie unter anderem

  • warum Gold für Anleger der ideale Kaufkraftspeicher ist,
  • warum Seltenen Erden und Technologiemetallen in der Industrie eine unverzichtbare Schlüsselstellung zukommt,
  • inwiefern die Industriemetalle Platin und Palladium miteinander verstrickt sind,
  • wo die einmaligen Vorzüge von Diamanten liegen und welche Fallstricke hier lauern.

2.) Sparpläne

Edelmetall-Sparpläne, wie sie das GranValora Sachwertdepot ermöglicht, haben viele Vorteile:

  • Sie erlauben einen langfristigen Vermögensaufbau.
  • Sie erfordern kein spezielles Know-how.
  • Kursschwankungen werden ausgeglichen und fallen damit kaum ins Gewicht.
  • Dank Cost-Average-Effekt wird automatisch ein günstiger Durchschnittspreis erzielt.

GranValora wird dabei von FocusMoney immer wieder als bester Anbieter von Sparplänen ausgezeichnet.

Übrigens: Sollten die Silberpreise zunächst tatsächlich über einige Jahre hinweg fallen, bevor sich der industrieseitige Mehrbedarf auf den Kurs niederschlägt, profitieren Sparer sogar von einem sehr günstigen Einkaufspreis.

3.) Timing

Wer größere Beträge in Silber anlegen möchte, zerbricht sich vermutlich den Kopf über den richtigen Einstiegszeitpunkt. Zunächst mal: Da Silber-Investments in der Regel langfristig orientiert sind, spielt das Timing beim Einstieg nur eine untergeordnete Rolle. Unglückliche „Extrempunkte“ beim Einstieg wollen aber natürlich trotzdem vermieden werden. Das gelingt mit der 40-30-30-Methode. Was dahinter steckt habe ich in einem früheren Blogbeitrag bereits am Beispiel Gold erläutert. Die Methode kann 1:1 auf Silber übertragen werden.

In einem meiner nächsten Beiträge, werde ich an einem aktuellen Beispiel beleuchten, wie real der schleichende Kaufkraftverlust im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist.