Sichere Sachwerte im Überblick

Wer einen Teil seines Geldes in Edelmetalle anlegt, sollte es im direkten Zugriff haben und dort aufbewahren, wo es am besten vor möglichen staatlichem Eingriffen geschützt ist. Bei einem Zusammenbruch der eigenen Bank, einem Crash der Computersysteme oder bei der Einführung einer neuen Währung, kann ganz schnell der Zugriff auf Konten, Depots und Bargeld versperrt sein. Im Fall der Fälle sollten Sie also immer zum Safe gehen können und kleine Barren oder Münzen verkaufen oder gegen dringend erforderliche Waren eintauschen können.

Wissenswertes zu den einzelnen Technologiemetallen und Seltenen Erden finden Sie hier in den Produktdetails sowie in unseren Blog.

Diamanten – Kohlenstoff in seiner schönsten Form

Der „König der Edelsteine“ gilt als das härteste bekannte natürliche Material im gesamten Universum. Und Diamanten bieten noch eine ganz spezielle Besonderheit: Sie gelten als eine solide und krisenfeste Anlage mit einer sehr ausgeglichenen und stetigen Wertentwicklung. Was sie als Depotbeimischung interessant macht, ist die geringe Korrelation (Gleichlauf der Wertentwicklung) mit anderen Kapitalanlagen. Und sie besitzen eine außerordentlich hohe Wertdichte – mit keinem anderen Sachwert lässt sich so viel Vermögen auf so kleinem Raum unterbringen. Neben Gold und Silber sind Diamanten die einzige alternative Währung, die weltweit akzeptiert und überall gleich bewertet wird.

Die üblicherweise für Diamanten zu zahlende Mehrwertsteuer von 19 % (Stand: 07/2018) fällt im Sachwertdepot nicht an.

Edelmetalle: Gold, Silber, Platin & Palladium

Gold gilt seit Jahrtausenden als Garant für Stabilität und Werterhalt und ist unabhängig von Finanzkrisen, Währungsreformen oder Staatsverschuldungen. Im Gegensatz dazu unterliegt Papiergeld (Fiatgeld oder Giralgeld) diesen Einflüssen ständig – nicht nur in Form von Wertschwankungen, sondern aktuell in Form enormer Werteverluste. Auch schwankt der Goldpreis, seinen Wert hat Gold aber über die Jahrhunderte immer behalten und wird auch zukünftig seine Funktion der Wertsicherung und des Vermögenserhaltes erfüllen. Weltweit dient Gold als wichtiger Bestandteil der Währungsreserven, gerade weil es dem sehr hohen Sicherheitsanspruch gerecht wird. Aufgrund dieser Wertbeständigkeit und Sicherheit ist es gerade in der heutigen Zeit für Privatinvestoren ein wesentlicher Bestandteil des privaten Vermögens.

Eine Alternative zu Gold ist Silber – nicht nur für kleinere Anlagebeträge. Ähnlich wie Gold wurde Silber schon 5000 Jahre vor Christus zu Schmuck verarbeitet und diente in vielen frühen Gesellschaften als Zahlungsmittel. Silber hat über die Vermögenssicherung hinaus eine erhebliche realwirtschaftliche Bedeutung. Silber wird in der Elektronik gebraucht; es wird in der Solarenergie, der Medizin oder der Wasseraufbereitung eingesetzt. Silber wird verbraucht, während Gold gehortet wird. Wer vor diesem Hintergrund eine Rendite versprechende Anlage sucht, ist beim Silber gut aufgehoben.

Palladium wurde 1803 von William Hyde Wollaston entdeckt. Feinverteilt ist Palladium ein exzellenter Katalysator zur Beschleunigung von chemischen Reaktionen, zudem wird es verwendet in Abgaskatalysatoren für Ottomotoren, Weißgold (Palladium “entfärbt” Gold), Medizinische Instrumente sowie in vielen weiteren Bereichen. 2011 wurde ein extrem widerstandsfähiges, amorphes Material (auch Metallisches Glas genannt) mit etwa 40 % Palladium hergestellt. Metallische Gläser zeigen u. a. die typische metallische Lichtreflexion und sind für den Laien nicht von gewöhnlichen Metallen zu unterscheiden. Die Oberfläche lässt sich besonders glatt polieren und verkratzt aufgrund der großen Härte auch nicht so leicht, daher lässt sich ein besonders schöner und dauerhafter Glanz erzielen. Da dieses Material keinerlei Sprödigkeit aufweist, die für diese Materialklasse typisch ist, wird es vor allem in der Luft- und Raumfahrt verwendet und auch in der Medizin, im Militär und der Unterhaltungselektronik.

Platin: Der Name leitet sich vom spanischen Wort platina, der Verkleinerungsform von plata also „Silber“, ab. Platin ist ein schweres, schmiedbares, dehnbares, edles, grau-weißes Übergangsmetall. Das Edelmetall ist sehr korrosionsbeständig und wird zur Herstellung von Schmuckwaren, Fahrzeugkatalysatoren, Laborgeräten, Zahnimplantaten und Kontaktwerkstoffen verwendet.

Technologiemetalle vorgestellt

Das “kleine Schwarze” der Generation Smartphone

Das Schwermetall ist für die moderne Kommunikationselektronik dank bester Leitfähigkeit und hoher Transparenz ein unverzichtbarer Basisgrundstoff. Nicht zuletzt deshalb hat sich Indium in den letzten Jahren rasant verteuert und verknappt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, aber seriösen Schätzungen zufolge wird allein für Gerätedisplays etwa von Mobiltelefonen und Tablets und Solarzellen im Jahr 2030 etwa das Dreifache der aktuellen Weltproduktion gebraucht.

Technologiemetall Indium

Anwendungsgebiete

  • Dünnfilmbeschichtungen (84%)
    • Flachbildschirme
    • Handys
    • Solarzellen
  • Halbleiterapplikationen
  • Legierungsbestandteil in der Metallurgie
  • Ungiftiger Bleiersatz
  • Dental-Implantate
  • Bleifreie Speziallote
  • 3D-Druckmaterial
  • Hochtemperaturthermometer
  • Steuerstäbe Reaktortechnik

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Indium
Masseanteil an der Erdkruste 0,05 ppm
Spezifische Dichte 7,31 g/cm³
Schmelzpunkt 156,59 °C
Siedepunkt 2.000 °C
Mohshärte 1,20

Schwedischer “Heavy Metal” mit Strahlenschutz

Das nach dem schwedischen Namen für Kopenhagen benannte, silbrige Schwermetall ist sehr geduldig: es lässt sich biegen, hämmern, walzen und schmieden. Gleichzeitig bietet es jedoch bei hohem Schmelzpunkt einen herausragenden Korrosions- und Strahlenschutz. Nuklearindustrieanlagen, aber auch Rüstungsgüter wie Flugzeugträger oder U-Boote mit atomaren Antrieb haben einen hohen und preisunabhängigen Bedarf an Hafnium.

Technologiemetall Hafnium

Anwendungsgebiete

  • Steuerstäbe in der Kerntechnik
  • Legierungsbestandteil für hitzebeständige, hochfeste Werkstoffe mit hohen Schmelzpunkten
  • Computerprozessoren

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Hafnium
Masseanteil an der Erdkruste 4,2 ppm
Spezifische Dichte 13,28 g/cm³
Schmelzpunkt 2.233 °C
Siedepunkt 4.603 °C
Mohshärte 5,50

Das sanfte Allroundgenie

Eine spiegelglänzende Flüssigkeit – so präsentiert sich Gallium, wenn es menschlicher Handwärme ausgesetzt wird. Es siedet aber erst bei 2403°C. Dieser enorme Flüssigkeitsbereich ermöglicht das breite Spektrum des Technologiemetalls mit dem “Savoir vivre” im Namen. Neben Einsätzen in der Elektronik und Metallurgie ist es für Handys, Monitore und Touchscreens unverzichtbar und auch Laserdioden kommen nicht ohne Gallium aus.

Anwendungsgebiete

  • Solarzellen
  • Leuchtdioden (LED)
  • Laserdioden
  • Displays und Monitore
  • Wärmepuffer in elektr. Schaltungen
  • Legierungsbestandteil für Implantate
  • Ungiftiger Quecksilberersatz
  • Photodetektoren
  • Reflektionsschicht bei Spiegeln
  • Legierungszusatz in der Metallurgie
  • Wärmeleitpaste
  • 3D-Druckmaterial
  • Wärmetauscher in Atomreaktoren
  • Hochfrequenzbauteile
  • Feuerlöschtechnik (Sperrverschlüsse)

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Gallium
Masseanteil an der Erdkruste 14,0 ppm
Spezifische Dichte 5,904 g/cm³
Schmelzpunkt 29,76 °C
Siedepunkt 2.403 °C
Mohshärte 1,50

Vom Lebenselixier zur Glasfaser

Das “deutscheste” der Metalliode ist in der Natur auch in Heilorganismen wie Ginseng anzutreffen und wird besonders in Asien z. B. erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. Die geringen Konzentrationen der Vorkommen erschweren jedoch den Abbau. Der Boom begann bereits in den 50er Jahren mit der Halbleiterindustrie und hat sich seitdem, nicht zuletzt durch die unverzichtbare Rolle bei der Glasfaserkabelherstellung, potenziert.

Anwendungsgebiete

  • Glasfaserkabel/Lichtwellenleiter (35%)
  • Infrarot Systeme (30%)
    • Nachtsichtgeräte
    • Wärmebildkameras
    • Infrarotoptik
  • Elektronik und Fotovoltaik (15%)
    • Solarzellen
    • Hochfrequenztechnik
  • Polymer Katalysator (15%)
  • Legierungsbestandteil in der Metallurgie

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Germanium
Masseanteil an der Erdkruste 5,60 ppm
Spezifische Dichte 5,323 g/cm³
Schmelzpunkt 938,3 °C
Siedepunkt 2.830 °C
Mohshärte 6,00

Rheinisches Juwel mit hoher Flexibilität

Das Lieblingsmetall aller Rheinländer besticht zwar nicht durch den sprichwörtlichen Frohsinn, aber durch eine enorme Biegsamkeit und Temperaturresistenz. Rhenium steht nur in einer geringen und aufwändigen Jahresproduktion zur Verfügung und leistet gerade im Flugzeugbau erstaunliches: Beim Airbus A-380 beispielsweise wird durch den Einsatz von Rhenium in den Triebwerken mehr als eine Tonne Gesamtgewicht eingespart.

Anwendungsgebiete

  • Raketen- und Flugzeugtriebwerke
  • Petrochemie (Cracking von Öl)
  • Hochtemperaturschutz durch Rhenium als Legierungselement z. B. für Kobalt
  • Thermoelemente und Glühdrähte in Lampen und Röntgenröhren

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Rhenium
Masseanteil an der Erdkruste 0,001 ppm
Spezifische Dichte 21,0 g/cm³
Schmelzpunkt 3.186 °C
Siedepunkt 5.630 °C
Mohshärte o.A.

Das grasgrüne Temperaturwunder

Das Halbmetall Tellur spielt eine wesentliche Rolle bei der Herstellung von Kabeln und Beschichtung von Photovoltaik-Elementen. Ferner ermöglicht Tellur durch seine elektrothermischen Eigenschaften die “Peltier-Elemente” für Kühlschränke. Bei dem gleichnamigen Effekt entsteht bei Stromdurchfluss zwischen den Elementen eine Temperaturdifferenz, die zusätzliche Kühlmittel verzichtbar macht. Eine weitere, charmante Eigenheit von Tellur: seine strahlend grüne Farbe bei der Verbrennung seiner Salze bereichert Feuerwerke.
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Anwendungsgebiete

  • Peltier-Elemente (Kühltechnik)
  • Kabelindustrie
  • Photovoltaik
  • Infrarottechnik
  • Messgeräte wie Dichtemesser, Viskosimeter, Rheometer
  • Speichertechnologie (bspw. CDs, DVDs)
  • Legierungsmetall für Stahl, Eisen, Kupfer und Blei
  • Fotodioden

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Tellur
Masseanteil an der Erdkruste 0,01 ppm
Spezifische Dichte 6,24 g/cm³
Schmelzpunkt 449,51 °C
Siedepunkt 990 °C
Mohshärte 2,25

Seltene Erden vorgestellt

Das dynamische Rotlicht

Kein Wohnzimmer ohne LCD-Fernseher – nicht zuletzt dieser Trend sowie der unaufhaltsame Siegeszug der Smartphones haben das Seltene Erd-Metall Europium beflügelt. Auch die – nicht ganz freiwillige – Verbreitung der Energiesparlampen hat die Relevanz des 1901 entdeckten Metalls vervielfacht. Dank seiner Fähigkeit Neutronen zu absorbieren, ist Europiumoxid aber auch für die Reaktortechnologie unverzichtbar.
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Anwendungsgebiete

  • Energiesparlampen
  • Plasmabildschirme
  • Roter Leuchtstoff in Farbbildröhren
  • Strahlenschutz in der Reaktortechnik
  • Shiftreagenz in der NMR-Spektroskopie
  • Oberflächenveredelung von Glas

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Europium
Masseanteil an der Erdkruste 0,099 ppm
Spezifische Dichte 7,42 g/cm³
Schmelzpunkt 826,00 °C
Siedepunkt 1.440 °C
Mohshärte o.A.

Anziehungskraft mit Erleuchtung

Die Entdeckung von Terbium wird dem schwedischen Chemiker und Chirurgen Carl Gustav Mosander zugeschrieben, der neben Terbium drei weitere Seltene Erdmetalle entdeckte: Lanthan, Didym und Erbium. Das silbergraue Metall Terbium ist schmiedbar und verformbar (In der Fachsprache “duktil” genannt). Terbium findet vielfache Anwendung in Haushaltsgeräten wie Farbfernsehern, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen.

Anwendungsgebiete

  • Brennstoffzellen
  • Halbleiterindustrie
  • Aktivator für fluoreszierende Leuchtstoffe
  • Magnetische Speichermedien
  • Laser
  • Leuchtstoffbeimischung in Bildröhren und Fluoreszenzlampen
  • Dauermagnete

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Terbium
Masseanteil an der Erdkruste 0,85 ppm
Spezifische Dichte 8,253 g/cm³
Schmelzpunkt 1.356 °C
Siedepunkt 3.123 °C
Mohshärte o.A.

Anziehungskraft aus der zweiten Reihe

Dysprosiumoxid wird wie Dysprosium selbst als Beiprodukt bei der Extraktion von Yttrium gewonnen. Die Einsatzmöglichkeiten des silbrig-weißen Pulvers sind vielfältig und reichen von Halogenlampen über die Lasertechnologie bis hin zur Reaktortechnik. Seine große, magnetische Stärke kann Dysprosiumoxid jedoch bei den Regenerativen Energien ausspielen: Für die Magnete einer Windkraftanlage werden rund 300 kg benötigt.

Anwendungsgebiete

  • Erhöhung der Effizienz von Spezial- und Hochleistungsmagneten (Insb. in Motoren
    und Generatoren von Windkraftanlagen)
  • In Bleilegierungen als Abschirmmaterial in Kernkraftreaktoren
  • Verbunden mit Vanadium zur Herstellung von Laserwerkstoffen
  • Verbesserung des Emissionsspektrums von Halogenmetalldampflampen
  • Dosimeter zur Messung von radioaktiver und Röntgenstrahlung
  • Beschichtung von CDs (Compact Discs)

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Dysprosium
Masseanteil an der Erdkruste 4,3 ppm
Spezifische Dichte 7,81 g/cm³
Schmelzpunkt 1.407 °C
Siedepunkt 2.600 °C
Mohshärte o.A.

Das Anziehungskraftpaket

Das Seltene Erd-Metall Neodym besticht vor allem durch die starken magnetischen Eigenschaften. Während Elektromagnete mithilfe von Kupfer hergestellt werden, ist für starke Permanentmagnete Neodym unverzichtbar. Es spielt daher eine wichtige Rolle z. B. für die Regenerative Energien: rund eine Tonne wird für eine Windkraftturbine benötigt. Auch in der Lasertechnik wird Neodym eingesetzt.

Anwendungsgebiete

  • Hochleistungsmagnete
    • Windkraftanlagen
    • Elektromotoren
    • Kernspintomographen
  • Färbemittel für Porzellan, Glas und Emaile
  • Absorptionsfilter für die Raumfahrtindustrie
  • Sonnenschutzglas
  • Industrielaser
  • Feuersteine
  • Katalysator für Polybutadienkautschuk
  • Lautsprecher und Mikrofone für Smartphones

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Neodym
Masseanteil an der Erdkruste 22,00 ppm
Spezifische Dichte 7,24 g/cm³
Schmelzpunkt 1.024 °C
Siedepunkt 3.030 °C
Mohshärte o.A.

Die grüne Vielfalt

Das Seltene Erden-Metall Praseodym fällt durch seine grüne Oxidation bei Luftkontakt auf. Es wird zur Grünfärbung von Glas und Kristall verwendet. Praseodym kann bei Hochleistungsmagneten die Wirkung von Neodym optimieren und dieses auch ersetzen. In der Flugzeugtechnik wird es zur Steigerung der Festigkeit der verwendeten Werkstoffe verwendet. Seine Fähigkeit zur UV-Absorption ist ein zusätzliches Plus.

Anwendungsgebiete

  • Hochleistungsmagnete
    • Windkraftanlagen
    • Elektromotoren
    • Kernspintomographen
  • Flugzeugmotoren
  • Keramische Werkstofftechnik
  • Grünfärbung von Glas und Emaille
  • Lichtschutzglas (Schweißtechnik)
  • Reaktortechnik

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Praseodym
Masseanteil an der Erdkruste 5,22 ppm
Spezifische Dichte 6,50 g/cm³
Schmelzpunkt 935 °C
Siedepunkt 3.130 °C
Mohshärte o.A.