Spektakulärer Goldfund in China – Hat das Auswirkungen auf den Preis?

von Marko Mähner19. Februar 2025

1.000 Tonnen. So viel Gold sollen in der chinesischen Region Pingjiang unter der Erde schlummern. Ein sagenhafter Schatz – der den Goldpreis bald abstürzen lässt? Wir beleuchten, was der Goldfund wirklich bedeutet. Und warum langfristig orientierte Anleger entspannen können. 

Bis zu 1.000 Tonnen Gold

Was die chinesische Nachrichtenagentur „Xinhua“ Ende November 2024 berichtete, wurde von Medien weltweit aufgegriffen – und versetzte viele Anleger in Aufruhr. Im Zuge einer Exploration in Pingjiang entdeckten Geologen dank moderner Prospektionstechnologien in 2.000 Metern Tiefe 40 Goldadern mit einer Reserve von 300 Tonnen. Bis zu einer Tiefe von 3.000 Metern könnten insgesamt sogar sensationelle 1.000 Tonnen Gold schlummern. Gesamtwert: Rund 86 Milliarden US-Dollar (Stand: Januar 2025). Sollten sich diese Prognosen bestätigen, wäre es die größte Goldlagerstätte der Welt. 

Zurecht fragen sich daher viele Anleger: Hat eine solch gewaltige Menge Gold Auswirkungen auf den Goldpreis? 

5 Gründe, warum die Auswirkungen auf den Preis überschaubar bleiben dürften

Tatsächlich ist die in China entdeckte Goldmenge gewaltig. Sollten die Prognosen zutreffen, liegt hier fast ein Drittel der global in einem Jahr geförderten Goldmenge unter der Erde. Würde diese Menge schlagartig auf den Markt kommen, hätte dies – zumindest kurzfristig – wohl in der Tat signifikante Auswirkungen auf den Preis. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht die Sache anders aus. 

Gleich 5 Gründe sprechen dafür, dass der Einfluss des Goldfundes auf den Preis überschaubar bleibt – sofern er überhaupt feststellbar ist: 

  1. Der weltweite Hunger nach Gold ist groß. Nicht nur private Anleger, auch viele Zentralbanken stocken ihre Vorräte angesichts globaler Unsicherheiten und geopolitischer Krisen weiter auf. Selbst große Goldfunde können diese Nachfrage nicht ausgleichen. 
  2. Die Erschließung der Goldreserven wird dauern. Vermutlich nicht Jahre, sondern Jahrzehnte. Dass der gigantische Goldschatz zeitnah wirtschaftlich abgebaut werden kann, ist unwahrscheinlich.
  3. Der Anteil des förderbaren Goldes am Gesamtmarkt ist überschaubar. Selbst wenn es China gelingen sollte, zeitnah mit der Förderung zu beginnen, stehen die Goldmengen nicht schlagartig zur Verfügung. Jährlich dürften kaum mehr als 30 Tonnen Gold gefördert werden können. Das ist deutlich weniger als 1 Prozent der globalen Goldproduktion pro Jahr. 
  4. Der wesentliche Teil des Goldes dürfte in China verbleiben. Denn der Goldhunger des Landes ist groß. Obwohl das Reich der Mitte bereits viel Gold fördert, importiert es das Edelmetall bislang zusätzlich aus anderen Ländern. Dass China plötzlich zum großen Goldexporteur wird und damit die Preise drückt, ist daher unwahrscheinlich. Lediglich verminderte chinesische Goldimporte könnten (marginalen) Einfluss auf den Preis haben.
  5. Historisch gesehen haben große Goldfunde nur begrenzt Einfluss auf den Preis. Zumindest längerfristig haben Goldfunde in der Vergangenheit kaum zu messbaren Preisschwankungen geführt. 

Selbst wenn die Reserven ungewöhnlich schnell abgebaut werden könnten, dürften die globalen Auswirkungen auf den Goldpreis überschaubar bleiben. Zumal andere Einflussfaktoren – z.B. Inflationsdruck, globale Krisen, Stärke/Schwäche des US-Dollars sowie die Zinsentwicklung – in der Summe einen deutlich größeren Einfluss auf die Preisentwicklung haben. 

Gold bleibt begehrt

Anleger, die nicht auf schnell steigende Preise spekulieren, dürfen sich selbst angesichts spektakulärer XXL-Funde wie jüngst in China entspannt zurücklehnen. Denn langfristig ändern entsprechende Funde nichts an den so wichtigen Kerneigenschaften eines Goldinvestments: Kaufkrafterhalt (auch über sehr lange Zeiträume) sowie eine zuverlässige Absicherung vor extremen Krisen. Es sind vor allem diese beiden Eigenschaften, die Gold zu einem der begehrtesten Rohstoffe der Welt machen. 

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