Diamant-Wissen: Diese Edelstein-Typen sollten Sie kennen

von Marko Mähner2. April 2025

Die Farbe von Diamanten steht in direkter Beziehung zu ihrem Preis. Denn echte Farbdiamanten sind sehr selten. Gerade in den Farben Rot oder Blau. Was viele Anleger nicht wissen: Die Kristallstruktur eines Diamanten bestimmt maßgeblich über dessen Farbe (oder Farblosigkeit). Dabei gibt es gerade mal zwei Haupt- und zwei Subtypen von Diamanten. Was Sie wissen sollten.

Die Diamant-Farbe ist ein wesentlicher Preisfaktor

Die Preisbildung von Diamanten ist komplex. Der Preis wird von so vielen Faktoren beeinflusst, dass jeder Stein ein echtes Unikat ist – und entsprechend individuell geschätzt werden muss. Neben Faktoren wie Feuer, Funkeln und Brillanz bestimmen aber insbesondere die berühmten „4Cs“ über den Diamantpreis. Diese stehen für:

  1. Carat (Karat – Gewichtseinheit, 1 Karat = 0,2 g)
  2. Color (Farbe)
  3. Cut (Schliff)
  4. Clarity (Reinheit)

Insbesondere die Diamant-Farbe – das 2. C – kann ein regelrechter Preistreiber sein. Die knapp 20 Millionen Euro, für die seinerzeit der „Geist der Rose“ verkauft worden ist, rechtfertigen sich nicht zuletzt mit dessen seltener rosafarbener Färbung. 

Wie die Kristallstruktur die Farbe beeinflusst 

Prinzipiell gilt: Je weniger Farbe ein Diamant hat (Experten sprechen hier vom „Farbgrad“), desto seltener und teurer ist er. Der Farbgrad reicht dabei von D (hochfeines Weiß) bis zu Z (getönt). Echte Farbdiamanten werden von dieser Farbskala allerdings nicht erfasst. Sie beginnen erst nach dem „Z“. Einige Farben sind dabei sehr selten – und erzielen bei Auktionen immer wieder Spitzenpreise. Das gilt insbesondere für rote, blaue und grüne Diamanten. 

Was die wenigsten Menschen wissen: Die Farbe eines Diamanten wird maßgeblich von dessen molekularem Aufbau bestimmt. Dabei gibt es zwei Haupt- und zwei Subtypen von Diamanten.

  • Typ 1: Die Diamanten bestehen aus Kohlenstoff- sowie aus Stickstoffatomen.
    1. Typ 1a: Die Stickstoffatome treten in Paaren auf. Diese Diamanten sind meist farblos, bräunlich oder gelblich. 
    2. Typ 1b: Die Stickstoffatome treten in größeren Mengen und vereinzelt auf. Dies führt zu einer intensiven gelben, braunen oder orangenen Farbe.
  • Typ 2: Die Kristallstruktur der Edelsteine weist keine Stickstoffatome auf.
    1. Typ 2a: Diese Diamanten bestehen ausschließlich aus Kohlenstoffatomen. Oft sind sie farblos, es sind aber auch pinke, braune oder grüne Diamanten möglich.
    2. Typ 2b: Diamanten vom Typ 2b enthalten neben Kohlenstoff- auch Boratome. Diese verleihen ihnen eine seltene blaue oder graue Farbe. 

Gut zu wissen: Synthetische Diamanten können nicht vom Typ 1a sein. Diese besondere Kristallstruktur ergibt sich nur durch das langsame Wachstum über Millionen von Jahren. 

Diamant-Investment – nicht für alle Anleger geeignet

Diamanten üben eine enorme Strahlkraft aus. Als Wertanlage eignen sie sich allerdings nur mit viel Fachwissen. Wenn Sie sich für ein Diamant-Investment interessieren, empfiehlt sich zunächst die Lektüre des kostenfreien E-Books „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“. Hier erfahren Sie unter anderem,

  • wie die Preisbildung von Diamanten funktioniert,
  • welche einzigartigen Vorzüge mit einem Diamant-Investment einhergehen,
  • welche Herausforderungen ein entsprechendes Investment mit sich bringt und
  • warum Diamanten – ebenso wie Edelmetalle, Technologiemetalle und Seltene Erden – zur faszinierenden Gruppe der „Wahren Werte“ gehören. 

Übrigens: Neben Gold- und Silber sind Diamanten die einzige Alternativwährung, die weltweit akzeptiert wird. 

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