Diese 5 Eigenschaften sollte ein guter Kaufkraftspeicher besitzen

von Marko Mähner11. Juni 2025

Es sind nicht nur Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen oder Kriege: Eine der größten Bedrohungen für unser Vermögen ist unsichtbar und leise. So leise, dass die meisten Menschen gar nicht bemerken, wie sie ihr Vermögen langsam dahinschmelzen lässt. Klar, wir reden von der Inflation, die beständig an Ihrem Ersparten knabbert. Um ihr zu entgehen, gibt es nur eine Lösung: Sie benötigen einen Kaufkraftspeicher abseits von Geld. Doch welche Eigenschaften müsste ein guter Kaufkraftspeicher mitbringen?

1.) Nicht beliebig vermehrbar

Ein Kaufkraftspeicher verfehlt seinen Zweck, wenn er beliebig vermehrt werden kann. Denn dann verliert er über kurz oder lang an Wert. Bestes Beispiel ist Papiergeld, das von Zentralbanken unbegrenzt gedruckt werden kann. Wozu das im schlimmsten Fall führt, ist uns allen klar: zur Hyperinflation. Um diesem Phänomen vorzubeugen, muss ein Kaufkraftspeicher begrenzt sein. Entweder natürlich (z.B. Rohstoffe wie Edelmetalle) oder künstlich/technisch (z.B. Bitcoin).  

2.) Pflegeleicht und unbegrenzt lagerfähig

Exzellent ist ein Kaufkraftspeicher nur dann, wenn er den Wert eines Vermögens über unbegrenzt lange Zeiträume hinweg erhalten kann. Das heißt: Ein Wertspeicher sollte gegenüber dem Zahn der Zeit unempfindlich sein. Abnutzbares kommt nicht in Frage. Ein Auto beispielsweise mag in der Anschaffung teuer sein. Nach fünf Jahren allerdings ist der Wertverlust selbst bei optimaler Pflege bereits immens. 

Auch Immobilien sind in diesem Zusammenhang kein idealer Kaufkraftspeicher. Über Mieteinnahmen lassen sich Vermögen zwar prinzipiell erhalten oder vermehren. Allerdings steht dem ein kontinuierlicher Instandhaltungs- und Verwaltungsaufwand gegenüber. 

3.) Weitestgehend resistent gegenüber äußeren Einflüssen

Eine Immobilie, die einem Brand zum Opfer fällt, wird unbewohnbar. Kunst- und Sammlergegenstände werden durch Wasserschäden unbrauchbar. Als Kaufkraftspeicher ist beides daher nur bedingt geeignet. Letzterer sollte äußeren Einflüssen jedweder Art trotzen – ganz egal, ob er Feuer, Wasser oder mechanischer Zerstörung ausgesetzt ist.

Zwar mag man einwenden, dass genau für solche Fälle Versicherungen existieren und „warme Sanierungen“ mitunter zu den erfreulicheren Momenten im Immobilienbesitz zählen. Doch Versicherungen gleichen vielleicht den materiellen Verlust aus – aber längst nicht alle Gefahren sind versicherbar. Viele Flutopfer können ein Lied davon singen, wenn Rückstau, Starkregen oder Elementarschäden plötzlich nicht abgedeckt sind – oder die Versicherung in bestimmten Gegenden erst gar keinen Versicherungsschutz bietet.

Wirklich überlegen ist ein Kaufkraftspeicher, der auch nach Jahrhunderten auf dem Meeresgrund, nach extremer Hitze oder massivem physischen Einfluss seinen inneren Wert unverändert bewahrt.

4.) Hohe Wertdichte

Streng genommen ist eine hohe Wertdichte für einen Kaufkraftspeicher nicht essenziell. Dennoch ist es sehr empfehlenswert, wenn kleine Mengen des Wertspeichers einen großen Wert aufweisen. Denn das ermöglicht im Fall der Fälle einen schnellen, unkomplizierten und diskreten Transport. Letzterer ist bedeutsam, wenn Sie Ihr Vermögen (z.B. in Folge von Naturkatastrophen oder Kriegen) schnell bewegen müssen. 

5.) Funktion als Geldersatz 

Damit ein Kaufkraftspeicher wirklich als Geldersatz dienen kann, muss er zwei wesentliche Voraussetzungen erfüllen:

  1. Akzeptanz: Er muss überall auf der Welt akzeptiert und im Fall der Fälle auch wieder gegen Bargeld (oder Waren/Dienstleistungen) eingetauscht werden können.
  2. Teilbarkeit: Er sollte beliebig in kleinere Mengen aufgeteilt werden können, um den Handel zu erleichtern. 

Gold: Kaufkraftspeicher für Generationen 

Kaufkraftspeicher, die alle genannten Kriterien erfüllen, gibt es nur wenige. Der bekannteste – und krisenbewährteste – unter ihnen: Gold. Das Edelmetall dient bereits seit Jahrtausenden dazu, Vermögen langfristig vor einem Inflationsverlust zu schützen. Aus gutem Grund. Die globalen Goldvorräte sind begrenzt, das Edelmetall ist pflegeleicht, unbegrenzt lagerfähig, robust gegenüber äußeren Einflüssen wie Feuer und Wasser, hat eine sehr hohe Wertdichte, wird weltweit als Ersatzwährung akzeptiert und lässt sich (z.B. in Form unterschiedlich großer Barren und Münzen) problemlos teilen. 

Möchten auch Sie langfristig in den Wertspeicher investieren, um Ihr Vermögen vor der Inflation zu schützen, empfiehlt sich zunächst die Lektüre des kostenfreien E-Books „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“ . Hier lesen Sie unter anderem,

  • wie viel Gold in den letzten 25 Jahren jeweils nötig war, um die Kaufkraft zu erhalten,
  • wie es um die Performance von Gold bestellt ist,
  • welche Eigenschaften das Zwitter-Metall Silber mit Gold teilt – und welche nicht,
  • inwiefern Gold zur faszinierenden Gruppe der „Wahren Werte“ gehört und
  • welche weiteren Wahren Werte sich für Ihr Investment eignen könnten – von Edelmetallen wie Silber, Platin und Palladium über Seltene Erden und Technologiemetalle bis hin zu Diamanten.

Gut zu wissen: Über das GranValora Sachwertdepot können Sie nach Belieben in die Rohstoffe Ihrer Wahl investieren. Sei es als Einmalbetrag (ab 500€) oder in Form einer monatlichen Sparrate (ab 25€).

Seltene Erden

Seltene Erden – strategisch gesteuert, politisch sensibel, industriell unverzichtbar

Wer hier investiert, beteiligt sich nicht an einem konjunkturellen Zyklus, sondern an einem machtpolitisch geprägten Rohstoffmarkt. Genau das kann zu außergewöhnlichen Wertzuwächsen führen – ebenso aber zu abrupten Brüchen, wenn politische Interessen die Spielregeln verändern. Bei Seltenen Erden entsteht Knappheit nicht im Boden. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Rohstoff so aufbereitet werden kann, dass ihn

Mehr lesen
Seltene Erden – strategisch gesteuert, politisch sensibel, industriell unverzichtbar
Technologiemetalle dominieren unser Leben

Technologiemetalle – funktional unverzichtbar, aber kein homogener Markt

Technologiemetalle stehen selten im Rampenlicht. Ihr Einsatz erfolgt nicht aus Prestigegründen, sondern aus technischer Notwendigkeit. Ohne sie funktionieren zentrale industrielle Prozesse nicht – von Halbleitern über Energie- und Luftfahrttechnik bis hin zu moderner Kommunikation. Trotz dieser Gemeinsamkeit zeigte sich 2025 eine deutliche Spreizung. Nicht Knappheit allein entschied über die Preisentwicklung, sondern Marktgröße, politische Steuerung, Substitutionsmöglichkeiten

Mehr lesen
Technologiemetalle – funktional unverzichtbar, aber kein homogener Markt

Edelmetalle – gleiche Bezeichnung, grundverschiedene Rollen

Edelmetalle werden häufig als homogene Anlageklasse wahrgenommen. Tatsächlich unterscheiden sie sich jedoch fundamental – in ihrer Funktion, ihrer Marktmechanik und ihrer Eignung als Investment. Ein zentraler Unterschied liegt im Handelssystem:Gold, Silber, Platin und Palladium sind börsennotiert und werden in erheblichem Umfang über Derivate gehandelt – nicht nur theoretisch, sondern praktisch täglich in vielfacher Hebelung. Metalle

Mehr lesen
Edelmetalle – gleiche Bezeichnung, grundverschiedene Rollen

Aktuelles und Wissenswertes zu Edelmetallen und weiteren Investmentchancen

Melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter an und erhalten regelmäßig Infos zum krisensicheren Investieren, Aktuelles und Wissenswertes rund um die Themen Edel- und Technologiemetalle, Diamanten und Seltene Erden, zum Marktgeschehen und langfristigen Investmentchancen – direkt in Ihr E-Mail Postfach.