Kritische Rohstoffe – mit künstlicher Intelligenz weg von der Abhängigkeit?

von Marko Mähner8. Mai 2024

Künstliche Intelligenz macht auch vor dem Bergbau nicht Halt. Mit gut trainierten KI-Algorithmen könnten vielversprechende Lagerstätten schnell und kostengünstig identifiziert werden. Ein Weg aus der Rohstoff-Abhängigkeit von Staaten wie China? Kurz- und mittelfristig eher unwahrscheinlich. Eine Einschätzung. 

Versorgungsunsicherheit bei kritischen Rohstoffen

Die Abhängigkeit Europas von Ländern wie China bei der Versorgung mit Seltenen Erden und Technologiemetallen ist ein großes Problem. Insbesondere China, das seit Jahrzehnten weite Teile der Förderung und Verarbeitung Strategischer Metalle kontrolliert, könnte im Zuge eines politischen Konflikts die Ausfuhr der essentiellen Rohstoffe drastisch einschränken – und die westliche Welt damit in die Krise stürzen. Zumal das Reich der Mitte seine Macht immer wieder unterstreicht. Das jüngste Exportverbot von Technologien zur Seltenerdverarbeitung reiht sich ein in eine Reihe von Beschränkungen, die zumindest als Säbelrassen verstanden werden können. 

Aus gutem Grund arbeitet die EU verstärkt an Möglichkeiten, die Versorgungssicherheit Europas zu erhöhen. Ein möglicher Ausweg aus der Abhängigkeit, der in der letzten Zeit immer häufiger genannt wird: künstliche Intelligenz. 

KI kann Rohstoffvorkommen identifizieren

Wie in vielen anderen Bereichen ist künstliche Intelligenz auch im Bergbau eines der Hype-Themen schlechthin. Die Hoffnung: Mit ausreichend großen Datenmengen könnten KI-Algorithmen dabei helfen, große Lagerstätten Seltener Erden und anderer Rohstoffe in Europa zu identifizieren. Und tatsächlich ist es mit genügend geologischen Daten möglich, vielversprechende Rohstoffvorkommen mit KI-Software um ein Vielfaches schneller (und damit kostengünstiger) zu finden. Auch die Umweltauswirkung der möglichen Erschließung eines Vorkommens können durch KI-Modelle eingeschätzt werden. Sogar im Tiefseebergbau könnten KI-Modell bei der Erschließung neuer Rohstoffvorkommen helfen – etwa beim Abbau von Manganknollen, die in der Tiefsee häufig auf dem Meeresboden zu finden sind und Rohstoffe wie Seltene Erden enthalten. 

Dass KI im Bergbau neue Potenziale entfalten kann, stellt – wie könnte es anders sein – China unter Beweis. Das Land gilt als Vorreiter und nutzt KI-Algorithmen schon heute zur Lokalisierung neuer Seltenerdlagerstätten. 

Warum KI die Rohstoffabhängigkeit Europas nicht beenden kann

Ist die Nutzung von KI im Bergbau für Europa also der schnelle Weg in die Rohstoffunabhängigkeit? Auf absehbare Zeit wohl kaum. Denn, was in China funktioniert, kann nicht einfach auf Europa übertragen werden. Gleich drei Punkte sprechen dagegen, dass sich die EU bei der Versorgung von Strategischen Rohstoffen in wenigen Jahren von China lösen könnte: 

  • Lückenhafte Daten mindern die Erfolgsaussichten: Die geologischen Daten in Europa sind – anders als in China – stark lückenhaft. Mit der Datenqualität stehen und fallen allerdings Zuverlässigkeit und Nutzen von KI-gestützten Vorhersagemodellen. 
  • Der Abbau von Lagerstätten hat hohe Hürden: Mit der reinen Identifizierung von Lagestätten ist es nicht getan. Immerhin gibt es in Europa durchaus große bekannte Vorkommen. Prominentes Beispiel ist der Seltenerd-Mega-Fund in Schweden Anfang 2023. Wegen langwierigen Genehmigungsverfahren, fehlendem Know-how und hohen Kosten könnte es gut 15 Jahre dauern, bis die Rohstoffe tatsächlich abgebaut werden. Pessimistischere Schätzungen gehen gar von 35 Jahren aus. 
  • Proteste könnten Abbau verhindern: Dass Abbau und Verarbeitung von Rohstoffen wie Seltene Erden erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben, ist kein Geheimnis. Mit dem Protest von – teils sehr einflussreichen Umweltorganisationen – ist daher bei der Erschließung neuer Vorkommen in Europa immer zu rechnen. Und auch die lokale Bevölkerung könnte den Planern einen Strich durch die Rechnung machen. So folgten etwa auf den oben genannten Seltenerd-Fund in Schweden massive Proteste

So investieren Sie in kritische Rohstoffe 

Sie möchten einen Teil zur Versorgungssicherheit Europas beitragen? Und zugleich von der global steigenden Nachfrage nach vielen Strategischen Rohstoffen profitieren? Das GranValora Sachwertdepot ermöglicht genau das. Gelagert werden die von Ihnen gekauften Seltenen Erden und Technologiemetalle in einem hochsicheren Zollfreilager in Frankfurt am Main. Bevor Sie sich für ein Investment entscheiden, empfiehlt sich allerdings die Lektüre des kostenfreien E-Books „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“. Hier erfahren Sie unter anderem,

  • welche Spielregeln beim Kauf von Strategischen Metallen gelten,
  • wieso Seltene Erden und Technologiemetalle von der EU als kritische Rohstoffe klassifiziert werden, 
  • inwiefern die Metalle zur faszinierenden Gruppe der „Wahren Werte“ gehören und
  • welche anderen Wahre Werte sich für Ihr Investment eignen könnten – von Edelmetallen wie Gold und Silber bis hin zu Diamanten.

Gut zu wissen: Im GranValora Sachwertdepot gibt es keine festgelegten Warenkörbe. Sie können nach Belieben in die Rohstoffe Ihrer Wahl investieren. Sei es als Einmalbetrag (ab 500€) oder als monatliche Sparrate (ab 25€). 

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