So dominieren Technologiemetalle unser Leben

von Marko Mähner

In Japan sind Sie unter dem Namen „Staat der Technik“ bekannt, hierzulande können nur wenige etwas mit dem Begriff „Technologiemetall“ anfangen – wir verschaffen Ihnen einen Einblick. Los geht’s!

Was sind Technologiemetalle?

Sie erleichtern unser Leben und machen Hightech erst möglich — Technologiemetalle. Der Grund dafür sind die besonderen magnetischen, mechanischen und elektrischen Eigenschaften, welche nur in diesen Rohstoffen zu finden sind. Dabei differenziert man zwischen sogenannten Sondermetallen und seltenen Erden. Der Name „Technologiemetall“ bezieht sich auf die Verwendung in Hochtechnologien der Umweltechnologie, der Medizin und der täglichen Verbrauchsgegenstände, wie das geliebte Smartphone oder der Smart-TV im Wohnzimmer.

Welche Elemente gehören dazu?

Zu den Sondermetallen zählen Gallium, Germanium, Indium und Rhenium. Zudem gehören auch Platinmetalle wie Ruthenium, Rhodium oder Osmium in die Gruppe der Sondermetalle. Zwar sind diese auch Edelmetalle wie etwa Gold, Silber, Platin und Palladium, jedoch handelt es sich hierbei nicht um Anlagemetalle, also Metalle, die zur reinen Investition dienen. 17 weitere Elemente aus der Reihe der Technologiemetalle sind der Gruppe der seltenen Erden zuzuordnen. Dabei finden Europium, Terbium, Dysprosium, Neodym und Praseodym die höchsten Verwendungen.

Wo werden sie eingesetzt?

Touchscreens, Glasfaserkabel, Sollarzellen, Smartphones, Batterien, Smart-TVs und vieles mehr. Die Liste der Produkte, in denen Technologiemetalle Verwendung finden, ist lang. Dabei spielen die Metalle eine ähnliche Rolle wie Gewürze in der Küche – sie werden unweigerlich benötigt! Oft werden für ein einzelnes Produkt auch Kombinationen aus mehreren Metallen und Erden benötigt. So besitzt das aktuelle iPhone acht verschiedene Seltene Erden. Diese werden beispielsweise benötigt, um Ihre Lieblingsinhalte auf einem hochauflösenden Bildschirm darzustellen oder Ihre Musik über die internen Lautsprecher wiederzugeben.

Erst durch den Einsatz von Sondermetallen und Seltenen Erden konnten Produkte wie Smartphones realisiert werden und zudem weiterhin von Jahr zu Jahr in Ihrer Leistungsfähigkeit weiterentwickelt werden . Wussten Sie beispielsweise, dass ein Computerchip der ersten PCs in den 1980er Jahren lediglich zwölf verschiedene chemische Elemente benötigte?

Heute stecken in modernen Hochleistungschips über 60 sol- cher Elemente. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch in der Automobilbranche erkennen. So wurden Autos vor einigen Jahren noch völlig ohne Technologiemetalle, sondern zum Großteil aus Eisen, Kupfer, Stahl und Aluminium hergestellt. Heute überzeugen Automarken wie BMW, Audi oder Ford durch moderne Technik-Highlights, die ohne Verwendung der Technologiemetalle nicht existieren würden.

China in einer Machtposition

Ein Kernproblem der Technologiemetalle ist es, dass sie nicht zahlreich gefunden werden können wie Gänseblümchen auf einer Sommerwiese. Zudem werden 90% aller Seltenen Erden in China abgebaut. Das heißt, dass China beinahe die völlige Kontrolle über die technische Entwicklung der Welt hat. Drosselt China den Export der Seltenen Erden, schnellen hierzulande die Preise nach oben und Unternehmen werden dazu veranlasst, ihre Produktion herabzusetzen. Dieses Szenario trat beispielsweise 2011 ein. Forscher vermuten zwar in Weltmeeren und Bergen weiteres Vorkommen von Technologiemetallen, allerdings hätte ein Abbau in diesen Gebieten schwerwiegende Umweltprobleme, wie starke Verschmutzung und Zerstörung ganzer Biotope, zur Folge.

Knappheit der Metalle und Erden

Aufgrund der vielfältigen Verwendung sind Technologiemetalle mittelfristig sehr knapp. Betrachtet man beispielsweise den Hype um Grüne Technologie wie die Produktion von Windkrafträdern, Elektroautos oder Solaranlagen, so wird einem schnell klar, dass der Verbrauch von Seltenen Erden und Sondermetallen erheblich hoch ist. Vor allem da in diesen Technologien nicht etwa wie im Smartphone wenige Gramm ausreichen, um ein Produkt herzustellen. In der Umwelttechnologie werden mitunter bis zu 20kg für ein einzelnes Produkt benötigt. Der Verbrauch steigt stetig und wird so zu einem Ressorucenproblem – das Ergebnis: Steigende Preise.

Lohnt sich eine Investition?

Ob sich für Sie persönlich eine Investition lohnt, können wir Ihnen leider nicht sagen. Betrachtet man jedoch die derzeitigen Entwicklungen der privaten Investitionen in Anlagen, so lässt sich eine steigende Tendenz in die Investition von Technologiemetallen erkennen. Wenn Sie noch Fragen haben oder weitergehende Informationen benötigen, dann kontaktieren Sie uns gerne persönlich. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer nächsten Investition.

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