Was die Niedrigzinsphase Sparer wirklich kostet

von Marko Mähner

Die Niedrigzinsphase hält an – und es ist kein Ende in Sicht. Im Gegenteil, immer öfter werden deutsche Sparer von Banken durch Strafzinsen für ihre Einlagen zur Kasse gebeten. Was diese Entwicklung für Ihr Geldvermögen bedeutet, zeige ich Ihnen in diesem Blogbeitrag. So viel vorweg: Für langfristig orientierte Sparer gibt es einen eleganten Ausweg aus der Misere. 

Die Niedrigzins- wird zur Negativzinsphase

Mit der Finanzkrise 2008 endete für viele Sparer der Traum vom sich auf ewig vermehrendem Geld auf dem Sparkonto. Seitdem sinken die Zinsen nicht nur unaufhörlich, die anhaltende Niedrigzinsphase ist in Teilen bereits zur Negativzinsphase geworden. Das bekommen auch deutsche Sparer zu spüren. Wie der SPIEGEL kürzlich berichtete, fiel der Zinssatz für Sparkonten mit bis zu einjähriger Laufzeit im Durchschnitt jüngst unter null. Für Sparer bedeuten die Strafzinsen: Sie können ihren Festgeldanlagen künftig beim Schmelzen zusehen. Und zwar nicht nur durch schwer zu fassende Inflationsverluste, sondern ganz real als Zahlen auf dem Konto.

Ein nahes Ende dieser Niedrig- und Negativzinsphase ist angesichts der im Zuge der Corona-Krise immer weiter anschwellenden Staatsverschuldung und des geldpolitischen Kurses der EZB derzeit nicht absehbar, auch wenn die Preise für Nahrungsmittel, Energie und Rohstoffe zum Teil deutlich anziehen.

Über 350 Milliarden Euro Zinseinbußen seit 2009

Das Portal tagesgeldvergleich.net hat zu den Kosten der Niedrigzinsphase für Sparer eine interessante Berechnung durchgeführt und die durchschnittlichen Zinsen vor der Niedrigzinsphase (Januar 2003 bis Mai 2009) mit den Zinsen ab Juni 2009 verglichen. Dabei fällt auf: Die Zinseinbußen wurden nahezu Jahr für Jahr höher – und erreichten auch 2020 wieder einen neuen Höchstwert. Um welche astronomischen Summen es hier wirklich geht, zeigt ein Blick auf die nüchternen Zahlen:

  • Niedrige Zinsen auf Sparkonten und Lebensversicherungen führten seit 2009 zu einem kumulierten Zinsverlust von 353,1 Milliarden Euro.
  • 255,5 Milliarden Euro entfielen auf Zinseinbußen bei Spareinlagen.
  • Alleine 2020 betrugen die Zinseinbußen bei Sparanlagen 35,3 Milliarden Euro.
  • 97,6 Milliarden Euro entgingen deutschen Sparern bei Kapitalanlagen von Lebensversicherungen.

Oder, um es greifbarer zu machen: Im Durchschnitt kostete die Niedrigzinsphase seit 2009 jeden deutschen Sparer 4.246 Euro.

Noch anschaulicher werden die Auswirkungen der Zinseinbußen durch ein anderes Beispiel: Wer 2013 zum durchschnittlichen Zinssatz 10.000 Euro auf ein Tagesgeldkonto einzahlte, hatte 2020 ein Guthaben von 10.284 Euro. Das mag auf den Blick gar nicht so schlecht aussehen. Berücksichtigt man allerdings die in dieser Zeit angefallenen inflationsbedingten Kaufkraftverluste, bekommt der Sparbetrag eine ganz andere Dimension. De facto hätten Sie heute nämlich nur noch 9.439 Euro zur Verfügung. Dem vermeintlichen Zinsgewinn von 284 Euro steht also ein Kaufkraftverlust von stolzen 561 Euro gegenüber.

Kaufkraftverlusten entgegenwirken – mit Gold als Kaufkraftspeicher

Die Beispielrechnung unterstreicht einmal mehr, wie stark Geldwerte von Kaufkraftverlusten betroffen sind. Nicht ohne Grund investieren immer mehr Anleger in Sachwerte wie Aktien. Gerade letztere setzen allerdings auch ein gewisses Maß an Know-how voraus – und bergen nicht unerhebliche Risiken. So droht im schlimmsten Fall ein Totalverlust. Als Alternative zum klassischen Sparen, sind sie daher bestenfalls bedingt geeignet.

Ganz anders sieht es da bei der Anlage in Gold aus. Das Edelmetall gilt als der Kaufkraftspeicher schlechthin – und das bereits seit Jahrtausenden. Um nur ein prominentes Beispiel zu nennen: Ein Laib Brot war zu Zeiten des babylonischen Herrschers Nebukadnezar II vor 2.600 Jahren zu einem vergleichbaren Preis wie heute zu bekommen. Mehr zu der Gefahr von Inflationsverlusten und dem Kaufkrafterhalt mit Gold lesen Sie in einem meiner früheren Blogbeiträge.

Sparen mit Gold und anderen Wahren Werten: So funktioniert es

Das Ansparen mit Gold ist heute denkbar unkompliziert. Das GranValora Sachwertdepot erlaubt die Anlage größerer Einmalbeträge ebenso wie monatliche Sparpläne – und wird aus gutem Grund immer wieder von FOCUS-MONEY ausgezeichnet.

Gut zu wissen: Neben Gold können Sie in Ihrem Sachwertdepot auch in andere „Wahre Werte“ investieren. Diese teilen viele Eigenschaften von Gold – sie müssen beispielsweise nicht gemanagt oder gepflegt werden, behalten Ihren Wert unabhängig von der Lagerung und können (anders als etwa Aktien) ihren Wert nie völlig verlieren. Auf der anderen Seite bieten sie aber auch Chancen, mit denen Gold nicht auftrumpfen kann. Wenn Sie den Blick über den goldenen Tellerrand wagen möchten, empfehle ich Ihnen die Lektüre unseres kostenfreien Praxisratgebers „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“. Hier erfahren Sie,

  • warum Silber ebenso wie Gold eine Sichere-Hafen-Funktion zukommt, zugleich aber auch hohe Chancen auf Kursgewinne bietet,
  • inwiefern die Industriemetalle Platin und Palladium miteinander verstrickt sind,
  • was Seltene Erden und Technologiemetalle für Anleger so einzigartig macht,
  • wo die einmaligen Vorzüge von Diamanten liegen und welche Fallstricke hier lauern.

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