Exportkontrollen für Seltene Erden – China trifft die USA da, wo es weh tut

von Marko Mähner28. Mai 2025

Als Reaktion auf die massive Erhöhung der US-Zölle liefert China derzeit sieben wichtige mittlere und Seltene Erden de facto nicht mehr in die USA. Das wird Folgen haben – eher früher als später. Denn die USA sind – ebenso wie Europa – in hohem Maße abhängig von der chinesischen Versorgung. Sind die Reserven aufgebraucht, hat das massive Auswirkungen auf die Industrie – von der E-Autoherstellung bis zur Waffenproduktion. Einmal mehr zeigt sich: China sitzt am längeren Hebel. 

US-Zölle: Ein Schuss, der nach hinten losgeht

Mit einer massiven Zollerhöhung wollte US-Präsident Trump China Anfang April in die Schranken weisen. Doch das Reich der Mitte reagiert prompt – und verkündete seinerseits Exportkontrollen für sieben mittlere und schwere Seltene Erden. Für Metalle also, die für die Industrie schlichtweg unverzichtbar sind. Damit spielt China seine marktbeherrschende Stellung bei der Förderung und Aufarbeitung der Strategischen Metalle aus, um Druck aufzubauen. Immerhin verarbeitet China derzeit rund 90 Prozent der global verfügbaren Seltenen Erden. Und der erste Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach wenigen Wochen ruderte Trump zumindest teilweise zurück, auch wenn er auf die verhängten Zölle bislang nicht ganz verzichtete.

Klar ist: Die Exportkontrollen sind zwar kein offizielles Exportverbot. Da der Prozess der Lizenzvergabe durch China noch nicht abgeschlossen ist, kommt dies derzeit aber einem Exportstopp gleich. Und damit steigt der Druck auf die US-Regierung von Tag zu Tag. 

Seltene Erden: Prekäre Versorgungslage

Denn die strategischen Rohstoff-Reserven der US-Unternehmen dürften bald aufgebraucht sein. Gleiches gilt für Technologiemetalle wie Germanium und Gallium, für die China bereits Monate zuvor den Export in die USA de facto einstellte. Das Problem: Ohne Seltene Erden aus China können viele Digitaltechnologien nicht produziert werden. Der Bau von Elektroautos kommt zum Erliegen. Und – besonders brisant – der US-Verteidigungssektor wird hart getroffen. Denn für Waffentechnologien sind die kritischen Rohstoffe ebenfalls essenziell. 

Bis auf Weiteres sitzt China also am längeren Hebel. Zwar bemühen sich die USA unabhängiger von chinesischen Rohstoffen zu werden. Doch das geht nicht über Nacht. Auch der von Trump so ersehnte Rohstoff-Deal mit der Ukraine dürfte zumindest in den nächsten Jahren kaum zusätzliche Seltenen Erden ins Land bringen. Seltene Erden und Technologiemetalle bleiben damit eines der wichtigsten wirtschaftspolitischen Druckmittel, das China zur Verfügung steht. 

Investment in Seltene Erden – Betrag zur Sicherung der Versorgungssicherheit?

Das chinesische Vorgehen gefährdet derweilen nicht nur die Versorgung der USA. Auch in Europa und Deutschland besteht die Gefahr ernsthafter Versorgungsengpässe. Solange nicht geklärt ist, wie lange die Kontrollen andauern und an wen letztlich noch geliefert wird, herrscht große Unsicherheit. Auch wir von GranValora sind von der Entwicklung betroffen. 

Brandaktuell: Beim Terbium und Dysprosium kam es jüngst zu erheblichen Preissprüngen. So ist der Preis für Terbium innerhalb eines Monats um ca. 31 % und der für Dysprosium sogar um fast 80 % gestiegen. 

Eine Empfehlung, ob Investoren diese Situation nutzen sollten, um ihre Bestände zu verkaufen, zu halten oder gar aufzustocken, kann kaum abgegeben werden.

Die Erfahrung zeigt zwar, dass Sachwerte mit intrinsischem Wert langfristig die Kaufkraft sichern, aber – eine seriöse Prognose über die weitere Preisentwicklung ist derzeit einfach unmöglich. Kräftige Preisschwankungen nach oben oder auch nach unten sind durchaus möglich.

Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr: Die Versorgung mit Strategischen Rohstoffen ist alles andere als gesichert. Wenn auch Sie einen Beitrag zur Versorgungssicherheit der deutschen Industrie leisten wollen, ist ein Investment in Technologiemetalle und Seltene Erden daher sehr attraktiv. Zumal Sie mittel- bis langfristig auch von erheblichen steuerfreien Gewinnen profitieren könnten. Denn wir lagern sämtliche Rohstoffe in einem Zollfreilager in Frankfurt am Main. Bevor Sie sich für ein entsprechendes Investment entscheiden, empfiehlt sich allerdings die Lektüre des kostenfreien E-Books „Geldwerte, Sachwerte, Reine Werte“. Hier erfahren Sie unter anderem,

  • welche Bedeutung Seltene Erden und Technologiemetalle für die moderne Industrie haben,
  • welche Spielregeln beim Kauf und Verkauf der Strategischen Metalle zu beachten sind,
  • inwiefern die Rohstoffe zur faszinierenden Gruppe der „Wahren Werte“ gehören und
  • welche weiteren Wahren Werte – von Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin bis hin zu Diamanten – für Ihr Investment infrage kommen könnten.

Gut zu wissen: Über das GranValora Sachwertdepot können Sie nach Belieben in die Rohstoffe Ihrer Wahl investieren. Sei es als Einmalbetrag oder in Form einer monatlichen Sparrate. 

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