Die Entstehung von Gold: So kam das Gold auf die Erde

von Marko Mähner30. Oktober 2017

Wer sich mit Gold schmückt, schmückt sich mit einem Stück Universum – zumindest, wenn es nach dem US-amerikanischen Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik geht. Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge soll es sich bei dem kostbaren Edelmetall nämlich nicht wie lange angenommen um eine irdische Materie, sondern um ein astrologisches Produkt aus der Kollision von Neutronensternen handeln.

Gold, doch kein irdischer Schatz?

Lange Zeit war sich die Forschung einig: Die Erde ist die Geburtsstätte unseres Goldes. Schließlich hat sich der Planet bei seiner Entstehung vor rund 4,5 Millionen Jahren in zwei Hälften geteilt, in einen gesteinsreichen Mantel und einen metallischen Kern. Genau bei dieser Spaltung sollen wissenschaftlichen Annahmen zufolge sämtliche Edelmetallvorräte mit dem Erdkern zu einer festen Masse verschmolzen sein. Doch so schlüssig die Theorie zunächst auch klingen mag, ein Befund stellt die Wissenschaft weiterhin vor ein großes Rätsel: Wenn sich das Gold tatsächlich restlos mit dem Erdkern vereint hat, wieso findet es sich dann auch im Erdmantel? Ist das wertvolle Metall vielleicht doch kein irdischer Schatz?

Das Universum, die tatsächliche Geburtsstätte des Goldes?

Schenkt man den aktuellen Befunden des amerikanischen Harvard-Smithsonian-Zentrums Glauben, so stammt sämtliches Edelmetall aus einer kosmischen Goldschmiede. Dass sich das glänzende Material auch auf der Erde verbreitet hat, ist laut Studienleiter Edo Berger nur reiner Zufall. Ohne die gewaltigen Zusammenstöße von Neutronensternen und die darauffolgenden Meteoriteneinschläge auf die Erdoberfläche vor rund 3,8 bis 3,5 Milliarden Jahren wäre uns das anmutige Metall wohl für immer verborgen geblieben. Nach dem Aufprall sollen sich die rund 20 Trillionen Tonnen Himmelskörper zunächst auf der Oberfläche des jungen Planeten abgelagert und sich erst im Laufe der Jahrhunderte vollständig mit der obersten Erdschicht verbunden haben. So soll die kosmische Materie erst nach und nach zu einer irdischen geworden sein.

Grönländische Gesteinsproben erhärten die Universumstheorie

Ein kosmischer Ursprung des Goldes wird aber nicht zum ersten Mal vermutet. Schon frühere astrologische Forschungsberichte sprachen sich für die umstrittene Universumstheorie aus. Erstmals erhärtet hat sich der Verdacht bei der Untersuchung von 3,8 Milliarden alten Gesteinsproben aus dem grönländischen Isua. Diese entstammen einem Zeitalter vor dem großen „Meteoritenbeschuss“, als die junge Erde regelmäßig von Gesteinsbrocken erschüttert wurde, die die Planetenbildung im Sonnensystem unbeschadet überstanden haben. Das Besondere: Das vor dem Bombardement entstandene Gestein hebt sich in seiner Zusammensetzung deutlich von allen später entwickelten Arten ab. So kann der signifikante Unterschied als Indiz dafür gewertet werden, dass sich Edelmetalle erst mit dem Meteoritenbeschlag auf der Erde etabliert haben.

Ein verdächtiges Leuchten

Nach der Gesteinsanalyse wird die Universumstheorie nun von den Forschungsergebnissen des Harvard-Smithsonian-Zentrums gestärkt. Das US-Team unter der Leitung von Edo Berger untersuchte kürzlich einen Gammastrahlenblitz, der am 3. Juni von der amerikanischen Luftfahrtbehörde NASA ermittelt worden war. Viel Zeit blieb dem Arbeitskreis für die Analyse jedoch nicht. Schließlich war der Strahl innerhalb von zwei Zehntelsekunden schon wieder erloschen – für Bergers Forscherstab jedoch genug Zeit, um ein langsam ausklingendes Nachleuchten zu registrieren. Das beobachtete Nachleuchten lässt sich dabei primär dem Zerfall von radioaktiven Substanzen zuschreiben, freigesetzt durch die heftige Kollision von Neutronensternen. Und genau diese Phase ist auch für die Entwicklung von soliden, schweren Elementen wie Blei und Gold bekannt.

Ein weiterers Indiz, aber kein endgültiger Beweis

Sowohl die Analyse des grönländischen Gesteins als auch die des Gammablitzes stellen sich der vorherrschenden Theorie des irdischen Goldursprungs vehement entgegen. Damit bezeugen gleich zwei fundierte wissenschaftliche Experimente die Abstammung des Edelmetalls aus dem Weltall. Von einem eindeutigen Beweis ist aber trotzdem nicht zu sprechen. Für eine absolute Gewissheit ist es mit den bisherigen Studien noch lange nicht getan.

Ob Gold tatsächlich im Weltall entstanden ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber Informationen, wie Sie auf intelligente Weise in dieses edle Metall investieren können, finden Sie hier.

Umsatzsteuer Anwendungserlass

Änderungen des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses

🔴 Update vom 04. Mai 2026: Aktueller Hinweis zur Gesetzeslage Änderung der Umsatzsteuer; Steuerbefreiung für die einer Einfuhr vorangehenden Lieferungen von Gegenständen (§ 4 Nr. 4b UStG) In den vergangenen Wochen haben sich Änderungen in der gesetzlichen Rahmenlage ergeben, die bei einigen unserer Kundinnen und Kunden verständlicherweise Fragen aufwerfen. An dieser Stelle möchten wir jedoch ausdrücklich

Mehr lesen
Änderungen des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses

Gold kaufen 2026: Strategien, Fehler und warum Technologiemetalle immer wichtiger werden

m Jahr 2026 hat sich der Einstieg in den Edelmetallmarkt deutlich verändert. Während früher der klassische Kauf von Goldbarren im Vordergrund stand, stehen Anleger heute vor einer Vielzahl von Möglichkeiten. Neben physischem Gold gewinnen Sparpläne, digitale Lösungen und Investitionen in Technologiemetalle zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung ist nicht zufällig, sondern das Ergebnis eines sich wandelnden wirtschaftlichen Umfelds, das von Inflation, geopolitischen Unsicherheiten und technologischen Umbrüchen geprägt ist.

Mehr lesen
Gold kaufen 2026: Strategien, Fehler und warum Technologiemetalle immer wichtiger werden

Der Fluch des Goldes: Die Geschichte von König Midas – eine Reflexion über Wert, Verantwortung und Maß

Es gibt Geschichten, die über Jahrtausende hinweg nichts von ihrer Relevanz verlieren. Sie passen sich neuen Zeiten an, sprechen unterschiedliche Generationen an und entfalten ihre Bedeutung immer wieder aufs Neue. Die Erzählung von König Midas ist genau eine solche Geschichte. Sie wirkt auf den ersten Blick wie ein Märchen über Reichtum und Gier, doch bei genauerem Hinsehen offenbart sie eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Fragen, die heute aktueller sind denn je: Was ist echter Wert? Wo liegen die Grenzen von Wachstum? Und wann wird Erfolg zur Gefahr?

Mehr lesen
Der Fluch des Goldes: Die Geschichte von König Midas – eine Reflexion über Wert, Verantwortung und Maß

Aktuelles und Wissenswertes zu Edelmetallen und weiteren Investmentchancen

Melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter an und erhalten regelmäßig Infos zum krisensicheren Investieren, Aktuelles und Wissenswertes rund um die Themen Edel- und Technologiemetalle, Diamanten und Seltene Erden, zum Marktgeschehen und langfristigen Investmentchancen – direkt in Ihr E-Mail Postfach.