Alle Artikel zum Thema: Aktuell und Wissenswert
Deutschland und Kanada wollen ihre Zusammenarbeit beim Abbau von kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden stärken. Dazu unterzeichneten beide Länder eine entsprechende Absichtserklärung. Die Hoffnung: Langfristig die starke Abhängigkeit von China reduzieren, das den globalen Markt an kritischen Rohstoffen dominiert. Kanada ist reich an Rohstoffen Unter der Erde Kanadas schlummern gewaltige Schätze. Das zweitgrößte Land der
Spätestens seit dem Ukraine-Krieg ist den meisten Akteuren in Politik und Wirtschaft klar, wie gefährlich Rohstoff-Abhängigkeiten sein können – und wie anfällig Lieferketten. Auch die NATO hat das Problem erkannt. Eine bereits im Dezember 2024 veröffentlichte Liste zeigt die verteidigungskritischen Rohstoffe, deren Lieferketten einem geringen bis sehr hohem Risiko ausgesetzt sind. In vielen militärischen Anwendungen als Hochrisiko-Rohstoffe eingestuft: Seltene Erden und Technologiemetalle.
Wie sich China Seltene Erden aus Myanmar sichert
China deckt große Teile der weltweiten Nachfrage nach Seltenen Erden. Zwar verfügt das Reich der Mitte über große Vorkommen im eigenen Land. Längst bedient sich China aber auch in anderen Ländern. So etwa im Nachbarstaat Myanmar, wo die umweltschädliche Seltenerdförderung den tropischen Regenwald schwer gezeichnet hat.
Apple macht ernst. Das US-Technologieunternehmen investiert erheblich in das Recycling von Seltenen Erden und die Produktion von in den USA hergestellten Seltenerdmagneten. Das millionenschwere Investment dürfte eine Reaktion auf die derzeit schwierige Versorgungslage sein. Ein Großteil der kritischen Rohstoffe stammt aus China – und ist damit von Handelsbeschränkungen und möglichen Exportverboten betroffen.
Während der mediale Fokus auf Gold liegt, hat sich Platin im Stillen zu einer nicht minder spektakulären Rallye aufgemacht. Innerhalb von wenigen Monaten ging es um gut 80 Prozent nach oben. Was steckt hinter dem plötzlichen Preissprung? Wir beleuchten die Hintergründe.
Es war nichts weniger als ein kleines Erdbeben, das vor einigen Wochen die Goldbranche aufrüttelte: Die USA sollen die Erhebung von Zöllen auf bestimmte Gold-Importe planen. Wie die tagesschau mit Verweis auf die Financial Times berichtet, ging das aus einem sogenannten „Ruling Letter“ – ein Schriftstück, das von US-Behörden wie der Zollbehörde zur Klarstellung der Handelspolitik verwendet wird – hervor, der der Zeitung vorliege. Betroffen seien nach Financial Times Goldbarren mit einem Gewicht von 100 Unzen und einem Kilo. Und damit in erster Linie der Schweizer Gold-Export. Denn als weltgrößter Raffinerie-Standort formt die Schweiz die in London gehandelten Gold-Größen zu den an der New Yorker Terminbörse Comex üblicherweise gehandelten 1-Kilo-Goldbarren um. Allein im letzten 12-Monatszeitraum von Juni bis Juni exportierte die Schweiz Gold im Wert von 61,5 Milliarden US-Dollar in die USA. Nimmt man die von den USA auf andere Schweizer Exporte verhängten Zölle von 39 Prozent als Grundlage, ergäbe das rechnerisch Zölle in Höhe von rund 24 Milliarden US-Dollar. Eine Summe, die zurecht für Aufruhr sorgte.