Batterie vs. Brennstoffzelle: Welche E-Autos machen das Rennen?

von Marko Mähner4. August 2021

Die Zukunft wird elektrisch. Nachdem erst kürzlich die USA über erhebliche Förderungen die Elektrowagen-Revolution eingeläutet haben, geht die EU noch einen Schritt weiter – und plant ein Verbot des Verbrennungsmotors beim Verkauf von Neuwagen ab 2035. Eine Entwicklung, von der nicht nur das Klima, sondern auch Rohstoff-Anleger profitieren können.

Ära des Verbrennungsmotors neigt sich dem Ende zu

Die Tage des Verbrennungsmotors sind gezählt. Zumindest innerhalb der Europäischen Union. Mitte Juli entschied die EU-Kommission, dass der Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor 2035 eingestellt wird. Der Plan ist Teil des EU-Klimaschutzprogramms „Fit for 55“, das mit einem Maßnahmen-Bündel eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 55 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 vorsieht. Mitte des Jahrhunderts soll dann die vollständige CO2-Neutralität erreicht werden.

Ab 2035 also dürfen ausschließlich Neuwagen zugelassen werden, die kein CO2 ausstoßen. In der Praxis dürften das in erster Linie Elektroautos mit Batterie- bzw. mit Brennstoffzelle sein. Batterieelektrische Fahrzeuge fahren dabei mit Hilfe von Strom, der in einem verbauten Akku gespeichert wird. Brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge dagegen tanken Wasserstoff, verbrennen diesen und generieren auf diese Weise ihren eigenen Strom, der wiederum teilweise in Akkus gespeichert wird.

Batterie vs. Brennstoffzelle

Welche Fahrzeugtechnik sich am Ende durchsetzen wird, ist noch nicht endgültig ausgemacht. Allerdings spricht derzeit vieles dafür, dass Batterie-Elektroautos das Rennen machen werden. Aus zwei Gründen:

  1. Sie haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad (sprich einen geringeren Energieverlust).
  2. Sie sind im Vergleich zu Brennstoffzellen-Elektroautos erheblich günstiger in Herstellung und Betrieb, weshalb Sie von vielen Autobauern – so etwa von Volkswagen – favorisiert werden.

Dennoch ist ein Entwicklungsschub bei brennstoffzellenelektrischen Fahrzeugen nicht auszuschließen. Immerhin sind auch mit ihnen erhebliche Vorteile verbunden. Sie

  • haben eine große Reichweite,
  • besitzen eine vergleichsweise leichte Batterie und
  • können in wenigen Minuten betankt werden.

Insbesondere bei den Nutzfahrzeugen könnten die Vorteile zugunsten der Brennstoffzelle ausschlagen. Durchaus vorstellbar also, dass im Jahr 2035 beide E-Auto-Technologien in großer Zahl auf den deutschen Straßen vertreten sein werden.

So investieren Sie in die E-Mobilität

Aber ganz egal, wie das Rennen um die Elektro-Vorherrschaft ausgehen mag, Anleger können in jedem Fall gewinnen – indem sie auf die richtigen Rohstoffe setzen. So werden für Elektroautos (egal, ob batterie- oder brennstoffzellenelektrisch betrieben) beispielsweise bedeutende Mengen an Seltenen Erden (z.B. Neodym, Praseodym), Platin und Silber benötigt. Diese gelten schon heute als „kritische Rohstoffe“, da die Fördermengen den aktuellen Bedarf kaum decken können (geschweige denn den künftigen). Hinzu kommt, dass Abbau und Aufbereitung zum Teil in der Hand von autokratisch geführten Regierungen liegen.

Sie interessieren sich für ein Rohstoff-Investment, das sich auf die glänzenden Aussichten von Elektroautos, konzentriert? Dann empfehle ich Ihnen die Lektüre unseres kostenfreien E-Books „Der Verbrennungsmotor in Ungnade“. Hier erfahren Sie,

  • welche Rohstoffe für Elektroautos benötigt werden,
  • warum Preissteigerungen unter den kritischen Rohstoffen wahrscheinlich sind,
  • wie Sie in Rohstoffe investieren können und
  • wie ein sinnvolles Rohstoff-Investment aussieht.

In einem meiner nächsten Beiträge werde ich mich noch einmal mit den für Elektroautos so wichtigen kritischen Rohstoffen auseinandersetzen. Genauer gesagt gehe ich der Frage nach, ob und wie entsprechende Rohstoffe künftig effizienter genutzt werden könnten.

Seltene Erden

Seltene Erden – strategisch gesteuert, politisch sensibel, industriell unverzichtbar

Wer hier investiert, beteiligt sich nicht an einem konjunkturellen Zyklus, sondern an einem machtpolitisch geprägten Rohstoffmarkt. Genau das kann zu außergewöhnlichen Wertzuwächsen führen – ebenso aber zu abrupten Brüchen, wenn politische Interessen die Spielregeln verändern. Bei Seltenen Erden entsteht Knappheit nicht im Boden. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Rohstoff so aufbereitet werden kann, dass ihn

Mehr lesen
Seltene Erden – strategisch gesteuert, politisch sensibel, industriell unverzichtbar
Technologiemetalle dominieren unser Leben

Technologiemetalle – funktional unverzichtbar, aber kein homogener Markt

Technologiemetalle stehen selten im Rampenlicht. Ihr Einsatz erfolgt nicht aus Prestigegründen, sondern aus technischer Notwendigkeit. Ohne sie funktionieren zentrale industrielle Prozesse nicht – von Halbleitern über Energie- und Luftfahrttechnik bis hin zu moderner Kommunikation. Trotz dieser Gemeinsamkeit zeigte sich 2025 eine deutliche Spreizung. Nicht Knappheit allein entschied über die Preisentwicklung, sondern Marktgröße, politische Steuerung, Substitutionsmöglichkeiten

Mehr lesen
Technologiemetalle – funktional unverzichtbar, aber kein homogener Markt

Edelmetalle – gleiche Bezeichnung, grundverschiedene Rollen

Edelmetalle werden häufig als homogene Anlageklasse wahrgenommen. Tatsächlich unterscheiden sie sich jedoch fundamental – in ihrer Funktion, ihrer Marktmechanik und ihrer Eignung als Investment. Ein zentraler Unterschied liegt im Handelssystem:Gold, Silber, Platin und Palladium sind börsennotiert und werden in erheblichem Umfang über Derivate gehandelt – nicht nur theoretisch, sondern praktisch täglich in vielfacher Hebelung. Metalle

Mehr lesen
Edelmetalle – gleiche Bezeichnung, grundverschiedene Rollen

Aktuelles und Wissenswertes zu Edelmetallen und weiteren Investmentchancen

Melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter an und erhalten regelmäßig Infos zum krisensicheren Investieren, Aktuelles und Wissenswertes rund um die Themen Edel- und Technologiemetalle, Diamanten und Seltene Erden, zum Marktgeschehen und langfristigen Investmentchancen – direkt in Ihr E-Mail Postfach.