Wissenswertes zu den einzelnen Technologiemetallen und Seltenen Erden finden Sie hier in den Produktdetails.

Technologiemetalle vorgestellt

Das “kleine Schwarze” der Generation Smartphone

Das Schwermetall ist für die moderne Kommunikationselektronik dank bester Leitfähigkeit und hoher Transparenz ein unverzichtbarer Basisgrundstoff. Nicht zuletzt deshalb hat sich Indium in den letzten Jahren rasant verteuert und verknappt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, aber seriösen Schätzungen zufolge wird allein für Gerätedisplays etwa von Mobiltelefonen und Tablets und Solarzellen im Jahr 2030 etwa das Dreifache der aktuellen Weltproduktion gebraucht.
Technologiemetall Indium

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Indium
Masseanteil an der Erdkruste0,05 ppm
Spezifische Dichte7,31 g/cm³
Schmelzpunkt156,59 °C
Siedepunkt2.000 °C
Mohshärte1,20

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Indium

Anwendungsgebiete

  • Dünnfilmbeschichtungen (84%)
    • Flachbildschirme
    • Handys
    • Solarzellen
  • Halbleiterapplikationen
  • Legierungsbestandteil in der Metallurgie
  • Ungiftiger Bleiersatz
  • Dental-Implantate
  • Bleifreie Speziallote
  • 3D-Druckmaterial
  • Hochtemperaturthermometer
  • Steuerstäbe Reaktortechnik

Schwedischer “Heavy Metal” mit Strahlenschutz

Das nach dem schwedischen Namen für Kopenhagen benannte, silbrige Schwermetall ist sehr geduldig: es lässt sich biegen, hämmern, walzen und schmieden. Gleichzeitig bietet es jedoch bei hohem Schmelzpunkt einen herausragenden Korrosions- und Strahlenschutz. Nuklearindustrieanlagen, aber auch Rüstungsgüter wie Flugzeugträger oder U-Boote mit atomaren Antrieb haben einen hohen und preisunabhängigen Bedarf an Hafnium.
Technologiemetall Hafnium

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Hafnium
Masseanteil an der Erdkruste4,2 ppm
Spezifische Dichte13,28 g/cm³
Schmelzpunkt2.233 °C
Siedepunkt4.603 °C
Mohshärte5,50

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Hafnium

Anwendungsgebiete

  • Steuerstäbe in der Kerntechnik
  • Legierungsbestandteil für hitzebeständige, hochfeste Werkstoffe mit hohen Schmelzpunkten
  • Computerprozessoren

Das sanfte Allroundgenie

Eine spiegelglänzende Flüssigkeit – so präsentiert sich Gallium, wenn es menschlicher Handwärme ausgesetzt wird. Es siedet aber erst bei 2403°C. Dieser enorme Flüssigkeitsbereich ermöglicht das breite Spektrum des Technologiemetalls mit dem “Savoir vivre” im Namen. Neben Einsätzen in der Elektronik und Metallurgie ist es für Handys, Monitore und Touchscreens unverzichtbar und auch Laserdioden kommen nicht ohne Gallium aus.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Gallium
Masseanteil an der Erdkruste14,0 ppm
Spezifische Dichte5,904 g/cm³
Schmelzpunkt29,76 °C
Siedepunkt2.403 °C
Mohshärte1,50

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Gallium

Anwendungsgebiete

  • Solarzellen
  • Leuchtdioden (LED)
  • Laserdioden
  • Displays und Monitore
  • Wärmepuffer in elektr. Schaltungen
  • Legierungsbestandteil für Implantate
  • Ungiftiger Quecksilberersatz
  • Photodetektoren
  • Reflektionsschicht bei Spiegeln
  • Legierungszusatz in der Metallurgie
  • Wärmeleitpaste
  • 3D-Druckmaterial
  • Wärmetauscher in Atomreaktoren
  • Hochfrequenzbauteile
  • Feuerlöschtechnik (Sperrverschlüsse)

Vom Lebenselixier zur Glasfaser

Das “deutscheste” der Metalliode ist in der Natur auch in Heilorganismen wie Ginseng anzutreffen und wird besonders in Asien z. B. erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. Die geringen Konzentrationen der Vorkommen erschweren jedoch den Abbau. Der Boom begann bereits in den 50er Jahren mit der Halbleiterindustrie und hat sich seitdem, nicht zuletzt durch die unverzichtbare Rolle bei der Glasfaserkabelherstellung, potenziert.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Germanium
Masseanteil an der Erdkruste5,60 ppm
Spezifische Dichte5,323 g/cm³
Schmelzpunkt938,3 °C
Siedepunkt2.830 °C
Mohshärte6,00

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Germanium

Anwendungsgebiete

  • Glasfaserkabel/Lichtwellenleiter (35%)
  • Infrarot Systeme (30%)
    • Nachtsichtgeräte
    • Wärmebildkameras
    • Infrarotoptik
  • Elektronik und Fotovoltaik (15%)
    • Solarzellen
    • Hochfrequenztechnik
  • Polymer Katalysator (15%)
  • Legierungsbestandteil in der Metallurgie

Rheinisches Juwel mit hoher Flexibilität

Das Lieblingsmetall aller Rheinländer besticht zwar nicht durch den sprichwörtlichen Frohsinn, aber durch eine enorme Biegsamkeit und Temperaturresistenz. Rhenium steht nur in einer geringen und aufwändigen Jahresproduktion zur Verfügung und leistet gerade im Flugzeugbau erstaunliches: Beim Airbus A-380 beispielsweise wird durch den Einsatz von Rhenium in den Triebwerken mehr als eine Tonne Gesamtgewicht eingespart.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Rhenium
Masseanteil an der Erdkruste0,001 ppm
Spezifische Dichte21,0 g/cm³
Schmelzpunkt3.186 °C
Siedepunkt5.630 °C
Mohshärteo.A.

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Rhenium

Anwendungsgebiete

  • Raketen- und Flugzeugtriebwerke
  • Petrochemie (Cracking von Öl)
  • Hochtemperaturschutz durch Rhenium als Legierungselement z. B. für Kobalt
  • Thermoelemente und Glühdrähte in Lampen und Röntgenröhren

Das grasgrüne Temperaturwunder

Das Halbmetall Tellur spielt eine wesentliche Rolle bei der Herstellung von Kabeln und Beschichtung von Photovoltaik-Elementen. Ferner ermöglicht Tellur durch seine elektrothermischen Eigenschaften die “Peltier-Elemente” für Kühlschränke. Bei dem gleichnamigen Effekt entsteht bei Stromdurchfluss zwischen den Elementen eine Temperaturdifferenz, die zusätzliche Kühlmittel verzichtbar macht. Eine weitere, charmante Eigenheit von Tellur: seine strahlend grüne Farbe bei der Verbrennung seiner Salze bereichert Feuerwerke.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Tellur
Masseanteil an der Erdkruste0,01 ppm
Spezifische Dichte6,24 g/cm³
Schmelzpunkt449,51 °C
Siedepunkt990 °C
Mohshärte2,25

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Tellur

Anwendungsgebiete

  • Peltier-Elemente (Kühltechnik)
  • Kabelindustrie
  • Photovoltaik
  • Infrarottechnik
  • Messgeräte wie Dichtemesser, Viskosimeter, Rheometer
  • Speichertechnologie (bspw. CDs, DVDs)
  • Legierungsmetall für Stahl, Eisen, Kupfer und Blei
  • Fotodioden

Seltene Erden vorgestellt

Das dynamische Rotlicht

Kein Wohnzimmer ohne LCD-Fernseher – nicht zuletzt dieser Trend sowie der unaufhaltsame Siegeszug der Smartphones haben das Seltene Erd-Metall Europium beflügelt. Auch die – nicht ganz freiwillige – Verbreitung der Energiesparlampen hat die Relevanz des 1901 entdeckten Metalls vervielfacht. Dank seiner Fähigkeit Neutronen zu absorbieren, ist Europiumoxid aber auch für die Reaktortechnologie unverzichtbar.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Europium
Masseanteil an der Erdkruste0,099 ppm
Spezifische Dichte7,42 g/cm³
Schmelzpunkt826,00 °C
Siedepunkt1.440 °C
Mohshärteo.A.

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Europiumoxid

Anwendungsgebiete

  • Energiesparlampen
  • Plasmabildschirme
  • Roter Leuchtstoff in Farbbildröhren
  • Strahlenschutz in der Reaktortechnik
  • Shiftreagenz in der NMR-Spektroskopie
  • Oberflächenveredelung von Glas

Anziehungskraft mit Erleuchtung

Die Entdeckung von Terbium wird dem schwedischen Chemiker und Chirurgen Carl Gustav Mosander zugeschrieben, der neben Terbium drei weitere Seltene Erdmetalle entdeckte: Lanthan, Didym und Erbium. Das silbergraue Metall Terbium ist schmiedbar und verformbar (In der Fachsprache “duktil” genannt). Terbium findet vielfache Anwendung in Haushaltsgeräten wie Farbfernsehern, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Terbium
Masseanteil an der Erdkruste0,85 ppm
Spezifische Dichte8,253 g/cm³
Schmelzpunkt1.356 °C
Siedepunkt3.123 °C
Mohshärteo.A.

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Terbiumoxid

Anwendungsgebiete

  • Brennstoffzellen
  • Halbleiterindustrie
  • Aktivator für fluoreszierende Leuchtstoffe
  • Magnetische Speichermedien
  • Laser
  • Leuchtstoffbeimischung in Bildröhren und Fluoreszenzlampen
  • Dauermagnete

Anziehungskraft aus der zweiten Reihe

Dysprosiumoxid wird wie Dysprosium selbst als Beiprodukt bei der Extraktion von Yttrium gewonnen. Die Einsatzmöglichkeiten des silbrig-weißen Pulvers sind vielfältig und reichen von Halogenlampen über die Lasertechnologie bis hin zur Reaktortechnik. Seine große, magnetische Stärke kann Dysprosiumoxid jedoch bei den Regenerativen Energien ausspielen: Für die Magnete einer Windkraftanlage werden rund 300 kg benötigt.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Dysprosium
Masseanteil an der Erdkruste4,3 ppm
Spezifische Dichte7,81 g/cm³
Schmelzpunkt1.407 °C
Siedepunkt2.600 °C
Mohshärteo.A.

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Dysprosiumoxid

Anwendungsgebiete

  • Erhöhung der Effizienz von Spezial- und Hochleistungsmagneten (Insb. in Motoren
    und Generatoren von Windkraftanlagen)
  • In Bleilegierungen als Abschirmmaterial in Kernkraftreaktoren
  • Verbunden mit Vanadium zur Herstellung von Laserwerkstoffen
  • Verbesserung des Emissionsspektrums von Halogenmetalldampflampen
  • Dosimeter zur Messung von radioaktiver und Röntgenstrahlung
  • Beschichtung von CDs (Compact Discs)

Das Anziehungskraftpaket

Das Seltene Erd-Metall Neodym besticht vor allem durch die starken magnetischen Eigenschaften. Während Elektromagnete mithilfe von Kupfer hergestellt werden, ist für starke Permanentmagnete Neodym unverzichtbar. Es spielt daher eine wichtige Rolle z. B. für die Regenerative Energien: rund eine Tonne wird für eine Windkraftturbine benötigt. Auch in der Lasertechnik wird Neodym eingesetzt.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Neodym
Masseanteil an der Erdkruste22,00 ppm
Spezifische Dichte7,24 g/cm³
Schmelzpunkt1.024 °C
Siedepunkt3.030 °C
Mohshärteo.A.

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Neodymoxid

Anwendungsgebiete

  • Hochleistungsmagnete
    • Windkraftanlagen
    • Elektromotoren
    • Kernspintomographen
  • Färbemittel für Porzellan, Glas und Emaile
  • Absorptionsfilter für die Raumfahrtindustrie
  • Sonnenschutzglas
  • Industrielaser
  • Feuersteine
  • Katalysator für Polybutadienkautschuk
  • Lautsprecher und Mikrofone für Smartphones

Die grüne Vielfalt

Das Seltene Erden-Metall Praseodym fällt durch seine grüne Oxidation bei Luftkontakt auf. Es wird zur Grünfärbung von Glas und Kristall verwendet. Praseodym kann bei Hochleistungsmagneten die Wirkung von Neodym optimieren und dieses auch ersetzen. In der Flugzeugtechnik wird es zur Steigerung der Festigkeit der verwendeten Werkstoffe verwendet. Seine Fähigkeit zur UV-Absorption ist ein zusätzliches Plus.

Physikalische Daten (Element)

Periodensystem Praseodym
Masseanteil an der Erdkruste5,22 ppm
Spezifische Dichte6,50 g/cm³
Schmelzpunkt935 °C
Siedepunkt3.130 °C
Mohshärteo.A.

Wertentwicklung

Wertentwicklung - Chart Praseodymoxid

Anwendungsgebiete

  • Hochleistungsmagnete
    • Windkraftanlagen
    • Elektromotoren
    • Kernspintomographen
  • Flugzeugmotoren
  • Keramische Werkstofftechnik
  • Grünfärbung von Glas und Emaille
  • Lichtschutzglas (Schweißtechnik)
  • Reaktortechnik